Sozialkontakte sind wichtig – aber sie brauchen Anleitung.

In den moderierten Sozialkontaktstunden erleben Hunde kontrollierte Begegnungen in sicherem Rahmen. Hier geht es nicht um wildes Spiel, sondern um das Lernen sozialer Kommunikation, gegenseitiger Rücksichtnahme und das Vertrauen, sich aufeinander einzulassen.
Unter professioneller Begleitung werden Hunde beobachtet, angeleitet und – wenn nötig – in ihren Interaktionen unterstützt.

Ziele der Sozialkontaktstunden
Sozialkontakte fördern emotionale Stabilität, Selbstregulation und soziales Lernen.
In den Stunden lernen Hunde, Signale anderer richtig zu deuten, Grenzen zu respektieren und angemessen zu reagieren. Gleichzeitig lernen Halter:innen, Körpersprache und Gruppendynamik besser zu verstehen – eine wertvolle Grundlage für den Alltag.

Ablauf und Gestaltung

Die Stunden finden in einem gesicherten Freilaufbereich statt.
Je nach Gruppenzusammensetzung nehmen 3 bis 8 Hunde teil, die sorgfältig ausgewählt und passend kombiniert werden.
Die Begegnungen werden moderiert und begleitet, um positive Erfahrungen zu ermöglichen und auftretende Spannungen frühzeitig zu erkennen.

Nicht jede Interaktion bedeutet Spiel: Häufig sind es ruhige, kontrollierte Annäherungen, gemeinsames Erkunden oder entspanntes Nebeneinander, die nachhaltige Lernerfahrungen schaffen.

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass ein Hund nicht die gesamte Stunde teilnimmt oder – falls die Dynamik es erfordert – zeitweise pausiert. Das Wohl aller Hunde steht stets im Vordergrund.

Sicherheit und Voraussetzungen

Sichere Begegnungen entstehen durch klare Rahmenbedingungen.
Für die Teilnahme gelten daher folgende Voraussetzungen:

  • Gesundheit: Teilnehmende Hunde müssen gesund sein (kein Durchfall, kein Husten oder andere ansteckende Erkrankungen). Läufige Hündinnen können nicht teilnehmen.

  • Ausrüstung: Es wird ein stabil gebautes, verstellbares Halsband mit fester Dornschließe verwendet – keine Zugstopp- oder Schnellverschluss-Halsbänder.

  • Maulkorb: Hunde mit Vorgeschichte (z. B. Konfliktverhalten, Unsicherheit, aufdringliches Spiel) tragen zu Beginn einen gut angepassten Maulkorb, um Sicherheit für alle zu gewährleisten.

  • Absicherung: Bei Bedarf können Begegnungen jederzeit unterbrochen oder Hunde getrennt werden.

  • Kennenlernen: Ein vorheriges Einzeltraining ist sinnvoll, aber keine zwingende Voraussetzung. Die endgültige Entscheidung über die Teilnahme wird individuell getroffen.

Für wen geeignet

  • Hunde mit wenig Erfahrung im Kontakt zu Artgenossen
  • Hunde, die lernen sollen, Signale anderer besser zu verstehen
  • Halter:innen, die Körpersprache, Dynamik und Ausdrucksverhalten ihres Hundes bewusster wahrnehmen möchten

Rahmenbedingungen

  • Moderierte Gruppen mit 3–8 Hunden
  • Dauer: ca. 60 Minuten
  • Gesicherter Freilaufbereich
  • Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung
  • Teilnahmegebühr: 25 €